22.09.2017

Fip informiert: Heizsysteme im Vergleich

Energiesparverordnung: Brennwerttechnologie für Effizienz im Neubau

Die Heizungsmodernisierung ist eine Maßnahme, die laut IWO-Institut gut überlegt sein will. Denn die neue Heizung soll nicht nur für Behaglichkeit sorgen, sondern auch kostengünstig in der Anschaffung, sparsam im Verbrauch und klimaschonend sein.

Dafür müssen sich Hausbesitzer zunächst einen Überblick für die Möglichkeiten verschaffen. Ist die Heizung älter als 20 Jahre, lohnt sich in den meisten Fällen ein Austausch. Die Klassiker unter den modernen Heizungen sind Gas- und Öl-Brennwertkessel. Beide nutzen die eingesetzte Energie nahezu komplett aus und sind sehr effizient.

Ölbrennwerttechnik als kostengünstiger Einstieg in Energiewende

Wer eine ältere Ölheizung im Keller hat, kann kosten- und klimabewusst auf Öl-Brennwerttechnik setzen: Sobald die neue Anlage läuft, werden bis zu 30 Prozent Heizöl gespart und Treibhausgasemissionen erheblich reduziert. Eine weitere Einsparmöglichkeit ist die Kombination mit Solaranlage oder Holzkaminofen. Diese Option nutzt bereits mehr als die Hälfte der Ölheizungsbesitzer. In diesem Zusammenhang liegt die Verbindung von Öl und Solar ganz vorn. Damit bietet die Öl-Brennwerttechnik einen vergleichsweise kostengünstigen Einstieg in die Energiewende. Auch auf die Zukunft ist die Öl-Brennwerttechnik vorbereitet: Die Mineralölwirtschaft arbeitet an der Entwicklung neuer, treibhausgasreduzierter, flüssiger Energieträger.

Wärmepumpe, Pelletheizung & Co. als Alternativen

Die elektrische Wärmepumpe entzieht der Umgebung Wärme mithilfe von Strom und leitet sie ins Heizsystem. Effi zient ist das nur in gut gedämmten Niedrigenergiehäusern mit Wand- oder Fußbodenheizung. Je schlechter die Dämmung, desto höher sind die laufenden Kosten. Klimaschonend ist der Betrieb nur mit „Ökostrom“. Auch Pelletheizungen liefern nur klimaneutrale Wärme, wenn das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Fernwärmenetze sind keine massentaugliche Lösung, weil sie nur in wenigen Regionen vorhanden sind und oft auch wesentlich kostenintensiver als vergleichbare Einzelheizungen wären.

Öl: Umstellung auf ein anderes Heizsystem ist teurer

Anhand eines Beispielhauses hat das IWOInstitut eine Vergleichsrechnung für die Anschaffungs- und die Betriebskosten für verschiedene Heizungsanlagen aufgestellt. Berechnungsgrundlage ist ein ölbeheiztes Einfamilienhaus mit 150 qm Fläche. Dabei zeigt sich: Die Modernisierung der Ölheizung mit der Öl-Brennwerttechnik ist die kostengünstigste Lösung. So kostet im direkten Vergleich beispielsweise eine Öl- Brennwertheizung mit einer Solaranlage für die Warmwasserbereitung für das Referenzhaus 13.200 Euro, das gleiche System mit einer Gas-Brennwertheizung liegt bei 15.150 Euro. Noch teurer sind Wärmepumpe und Pelletheizung. Die Umstellung auf eine Wärmepumpe schlägt mit 20.850 Euro zu Buche, eine Pelletheizung mit 23.850 Euro.

Wer eine neue Öl-Brennwertheizung bezuschussen lassen will, kann sich mit der Aktion „Deutschland macht plus“ inklusive der staatlichen Förderung bis zu 3.200 Euro sichern.

Für alle Modernisierungsvorhaben berechnet der Fördermittelservice die individuelle und maximale Fördersumme: Die Experten der Sparkassen und Banken unterstützen die Antragsstellung für den Hausbesitzer bei der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle).