29.05.2015

Pferdestärken XXL - Einen Tankzug fährt man mit Respekt und Ruhe

Beim Mineralölhändler Fip haben jetzt zwei Frauen das Steuer in der Hand

„Lkw-Fahren ist wie Autofahren. Man steigt ein und fährt los“, sagt Tanja Schröder. Sie hat erst vor wenigen Wochen als zweite Fahrerin für Kraftstoffe bei Fip ihren Dienst angetreten. Der Mineralölgroßhändler Heinrich Fip GmbH & Co.KG ist Vertriebspartner von Aral und beliefert Betriebe mit hochwertigen Kraftstoffen. Als Betreiber von über 20 Tankstationen für die Speditionsbranche und neun Niederlassungen in der Region Osnabrück, im Oldenburger Münsterland sowie im angrenzenden westfälischen Umland ist das Unternehmen mit seinen Tankzügen und auch seinen Heizölfahrzeugen auf den umliegenden Straßen präsent. Mit Tanja Schröder und Angelika Hagedorn arbeiten jetzt zwei Frauen im Schichtdienst für Fip. Beide haben schon viele Jahre Erfahrung und machen ihren Job aus Leidenschaft und mit viel Engagement.

Angelika Hagedorn fährt seit dreieinhalb Jahren für Fip. Die ehemalige Reiterin hat den Sattel schon längst gegen den Sitz im Lkw getauscht und ist restlos zufrieden. „Nach vier Jahren Fernverkehr fühlte ich mich bei Fip einfach gleich  wohl“, sagt sie. Als erste Fahrerin im Unternehmen sei sie in der bisherigen Männerdomäne mit Spannung, aber nie mit Vorurteilen erwartet worden. Mittlerweile weiß sie das kollegiale Verhältnis zu schätzen. Und vor großen Fahrzeugen hat sie nach wie vor Respekt. „Der Umgang mit dem Sattelzug stellt mich vor die gleichen Herausforderungen wie der Umgang mit den Pferden. Man muss ruhig und überlegt mit den Pferdestärken XXL arbeiten und lieber zweimal nachdenken, bevor man handelt. Vor allem, wenn man Gefahrgut fährt.“

In regelmäßigen Fahrsicherheitstrainings lernen Angelika Hagedorn und Tanja Schröder, wie ein Lkw reagiert – in allen Situationen. „Es macht schon einen Unterschied, ob das Fahrzeug voll beladen, halb voll oder leer ist“, sagt Tanja Schröder. Und: „Wenn man die Kurve zu schnell oder zu eng nimmt, sieht man oft nur im Spiegel, dass der hintere Fahrzeugteil ins Schwanken gerät.“ Auch sie hat jahrelange Erfahrung im Fernverkehr und sagt: „Klar ist der Fahrdienst noch ein Beruf, in dem überwiegend Männer tätig sind. Aber als Frau erlebt man eine große Hilfsbereitschaft unter Kollegen.“

Der Tag von Tanja Schröder und Angelika Hagedorn beginnt je nach Schicht um halb drei Uhr morgens oder mittags. Mit dem Sattelzug fahren sie ihre Touren zur Raffinerie nach Lingen, um dort die Aral Kraftstoffe Super Plus, Super E10, Super E5 und Diesel zu laden und zu den Kunden zu bringen.

Gerade der Kontakt mit den Kunden mache den Reiz des Fahrens bei Fip aus, sind sich Tanja Schröder und Angelika Hagedorn einig. Im Fernverkehr sei man große Zeitspannen allein für sich. „Bei Fip wird man in den unterschiedlichsten Bereichen gefordert und gefördert“, sagt Tanja Schröder. „Klar muss ich aufpassen, dass der richtige Kraftstoff in den richtigen Tank fließt. Aber dabei steht keiner hinter mir, ich habe die Verantwortung für die richtige Lieferung des Kraftstoffes in der geoorderten Menge“, erklärt sie selbstbewusst.

Bei Fip nehmen Fahrerinnen und Fahrer regelmäßig an Schulungen teil. Professionalität im Umgang mit Fahrzeug und Ladung sowie ein einwandfreier, freundlicher Umgang  mit unseren Kunden zeichnen unsere Mitarbeiter gleichermaßen aus“, sagt Geschäftsführer Hendrik Fip, der sich darüber freut, dass mit Tanja Schröder jetzt eine weitere Frau am Steuer sitzt.

NOZ-Fahrerinnen_bei_Fip.jpg